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Niederschlag: Wann und wieviel?

Gesamtniederschläge

Die Niederschlagssummen variieren von Jahr zu Jahr; innerhalb der letzten Jahrzehnte nahmen die Gesamtniederschläge zu: Im Zeitraum 1961 bis 1990 fielen durchschnittlich 789 mm Regen jährlich, zwischen 1981 und 2010 waren es 823 mm Niederschlag pro Jahr.
Bis 2050 wird sich der Jahresniederschlag gegenüber heute höchstwahrscheinlich kaum ändern. Langfristig, das heißt bis zum Jahr 2100, wird sehr wahrscheinlich mit einer Erhöhung der Niederschlagsmenge pro Jahr um 10 % gegenüber heute zu rechnen sein.

Saisonale Verteilung

In den vergangenen Jahrzehnten fiel der Großteil der Niederschläge in Sommer und Herbst. Bis 2050 ergeben die Klimamodelle über alle Szenarien hinweg, dass die Niederschläge im Winter höchstwahrscheinlich um 5 bis 7 % zunehmen werden. Auch für Frühling und Herbst wird eine leichte Zunahme erwartet; für die Sommermonate ist noch keine Aussage möglich.

Extremereignisse

Extremereignisse treten sehr selten auf, sonst wären sie nicht extrem. Dementsprechend schwierig ist es, belastbare und konkrete Aussagen über Ihre zukünftige Entwicklung zu treffen.
Starkniederschläge, bei denen große es innerhalb kurzer Zeit sehr viel regnet, treten räumlich oft kleinflächig auf, können trotzdem aber weitreichende Folgen haben. Je stärker eine Fläche bebaut oder versiegelt ist, desto mehr Regenwasser muss abgeführt werden. Zudem fließt das Wasser aus der flachen, tiefliegenden Marsch nicht einfach über Flüsse und Kanäle in die Nordsee ab. Stattdessen ist eine Entwässerung oft nur bei Niedrigwasser der Nordsee möglich. Durch den prognostizierten Anstieg des Meeresspiegels wird es zukünftig schwieriger, gerade tiefliegende Gebiete zu entwässern.
Die klassischen Messstationen erfassten diese Ereignisse deshalb nur selten. Niederschläge können erst seit knapp 20 Jahren flächendeckend per Radar gemessen werden. Diese kurze Zeitreihe erlaubt kaum belastbare Aussagen über die Entwicklung von Starkregenereignissen.

Weitere Informationen

Die Informationen und Zahlen stammen aus dem Klimareport für Schleswig-Holstein des DWD.
Im Norddeutschen Klima-Atlas des Helmholtz-Zentrums in Geesthacht können Sie die Ergebnisse einzelner Klimaszenarien betrachten und vergleichen.

Autor/in: Felix Oßwald

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