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Temperatur: Wie warm wird es?

Temperatur im Jahresdurchschnitt

Bisherige Entwicklung

Daten des Deutschen Wetterdienstes belegen, dass die Jahres-Durchschnitts-Temperaturen in Schleswig-Holstein seit 1881 um 1,3°C gestiegen sind. Dieser Anstieg findet vor allem seit Mitte der 1980er Jahre statt.
Wie stark der zukünftige Temperaturanstieg ausfällt, hängt im großen Maße vom Erfolg des globalen Klimaschutzes ab: Je stärker der CO2-Gehalt in der Atmosphäre steigt, desto wärmer wird es.

Szenarien

Auch weiterhin wird die Temperatur in Schleswig-Holstein steigen. Je nach Szenario wird die Temperatur bis 2050 wahrscheinlich um weitere 1,0 bis 1,3°C steigen. Kurzfristig machen die verschiedenen Emissionspfade an Treibhausgasen wenig Unterschied; langfristig sieht dies ganz anders aus. Im „Klimaschutz-Szenario“ (RCP2.6) wird die Temperatur bis 2100 wahrscheinlich um weitere 1,1°C. mit dem bisherigen Temperaturanstieg von 1,3°C kann das 1,5-Grad Ziel des Pariser Klimaabkommens kann mit diesem Szenario nicht erreicht werden. Dazu braucht es noch mehr Klimaschutzmaßnahmen. Im „Weiter-So–Szenario“ (RCP8.5) wird die Jahresdurchschnittstemperatur wahrscheinlich um weitere 3,6°C steigen. Gegen über dem vorindustriellen Niveau entspräche dies einem Anstieg um insgesamt 4,9°C!

Frost- und Sommertage

Die Zahl der Frosttage und der Sommertage illustrieren die bisherigen Klimaveränderungen anschaulicher. Als Frosttag gilt hier ein Tag, an dem die niedrigste gemessene Temperatur unter 0°C liegt. Zwischen zwei Meeren gelegen, gibt es vergleichsweise weniger Frosttage in Schleswig-Holstein als im restlichen Deutschland. Die Zahl der Frosttage ist rückläufig: Gab es im Zeitraum 1961 bis 1990 noch im Durchschnitt jedes Jahr 76 Frosttage, so waren es im Zeitraum 1981 bis 2010 lediglich 68 Frosttage.
Sommertage sind hier Tage mit Höchsttemperaturen von über 25°C. Im Zeitraum 1961 bis 1990 wurden im Durchschnitt jedes Jahr 15 Sommertage gemessen. Ihre Zahl ist seitdem angestiegen; im Zeitraum 1980 bis 2010 waren es 20 Sommertage jährlich.
Nimmt die generelle Temperatur zu, verändern sich auch die Spitzenwerte. Es ist praktisch sicher, dass die Zahl der Sommertage weiter zunehmen wird, während es weniger Frosttage geben wird.

Extremereignisse

Extremereignisse treten nur sehr selten auf. Dementsprechend schwierig ist es, belastbare und konkrete Aussagen über Ihre zukünftige Entwicklung zu treffen.
In vergangenen Jahren sind öfters sehr hohe Temperaturen gemessen worden: Die Zahl heißer Tage – das sind Tage mit mindestens 30°C Höchsttemperatur - lag im Zeitraum 1961 bis 1990 noch bei unter einem Tag pro Jahr. Im Zeitraum 1981 bis 2010 waren es 3,5 heiße Tage jährlich.
Mit zunehmender Erwärmung werden auch Hitzewellen wahrscheinlicher. Hitzewellen sind mehrere Tage nacheinander mit extrem hohen Temperaturen; sie können die menschliche Gesundheit, Ökosysteme aber auch die Infrastruktur ernsthaft schädigen. Konkrete, belastbare Zahlen gibt es dazu allerdings noch nicht.

Weitere Informationen

Die Zahlen stammen aus dem Klimareport für Schleswig-Holstein des Deutschen Wetterdienstes.
Im Norddeutschen Klima-Atlas des Helmholtz-Zentrums in Geeesthacht können Sie die Ergebnisse einzelner Klimaszenarien betrachten und vergleichen:

Autor/in: Felix Oßwald

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